B-Planung

Nach §1 Bundesbaugesetz sind bei der Aufstellung von Bauleitplänen insbesondere die Belange von Luft (Immissionsschutz) und Klima zu berücksichtigen. Hierzu ist in der Regel ein Umweltbericht zu erstellen, der die zu erwartenden Auswirkungen der geplanten Maßnahmen darlegt und bewertet.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass sich geplante Maßnahmen nicht nur innerhalb des Geltungsbereiches der Bauleitplanung, sondern auch oder sogar nur außerhalb des Plangebietes auswirken können. Hier ist im Vorfeld eine sorgfältige Abwägung erforderlich, welches Untersuchungsgebiet zu betrachten ist.

Beispiele für durchgeführte Untersuchungen:

  • In einem Wohngebiet nahe einer Autobahn soll Hinterlandbebauung zugelassen werden. Liegt die gegenwärtig und zukünftig von der Autobahn ausgehende Immissionsbelastung auch auf den zukünftigen Bauflächen unterhalb der Grenzwerte?
    Methodik: Abschätzung der Immissionsbelastung im Ist- und Planzustand mit Screeningverfahren.
  • In der Innenstadt ist ein großer Bürokomplex mit Tiefgarage geplant. Wie hoch sind die Zusatzimmissionen aus der Tiefgarage? Wie wirkt sich die dichtere Bebauung auf die Verkehrsimmissionen aus? Zusatzuntersuchung für den Investor: Wie kann ein Kurzschluss zwischen Tiefgaragenabluft und Frischluftansaugung vermieden werden?
    Methodik: Emissionsmodellierung des Tiefgaragenverkehrs, Immissionsprognosen mit prognostischem Strömungs- und Ausbreitungsmodell MISKAM.
  • Ein innerstädtischer Platz wird durch hohe Randbebauung geschlossen. Wie sind die Bauformen zu optimieren, um ungünstige Auswirkungen auf Windverhältnisse auf dem Platz, das Bioklima und die Lufthygiene zu vermeiden?
    Methodik: Kombination von numerischen Strömungsberechnungen und Windkanaluntersuchungen.
  • An einer Autobahn in dichter Nachbarschaft zu Wohngebieten wird ein großer Verbrauchermarkt errichtet. Wie wirken sich die Zusatzverkehre auf die Immissionsbelastung, auch entlang der Autobahnen aus? Wie greift der große Gebäudekomplex in die Windverhältnisse ein? Werden Wohngebiete durch den Verbrauchermarkt und die neuen Lärmschutzwälle unzulässig verschattet?
    Methodik: Kombination von numerischen Strömungs-, Ausbreitungs-, und Verschattungsrechnungen