Klima

Das Vorsorgeprinzip erfordert bereits in der Planungsphase von größeren Baumaßnahmen oder von Flächenumwandlungen die Abschätzung möglicher Auswirkungen auf die Umwelt. Ein dabei zu berücksichtigender Faktor ist der Einfluss auf das regionale oder lokale Klima.

Nicht nur Großprojekte wie der Bau von Flughäfen oder Talsperren können zu Verschiebungen in der lokalen oder regionalen Klimacharakteristik führen. Auch vergleichsweise kleine Baumaßnahmen oder geänderte Flächennutzungen können sich ungünstig z.B. in der Belüftungssituation von Wohngebieten bemerkbar machen.

Durch Rechnungen mit atmosphärischen Simulationsmodellen lassen sich mögliche Klimaauswirkungen schon in der Planungsphase quantifizieren und Alternativlösungen aufzeigen. In der Neuerstellung oder Fortschreibung von Stadt- und Regionalplänen lassen sich durch Modelluntersuchungen frühzeitig Klimafunktionsräume aufzeigen und zukünftige Nutzungsmöglichkeiten daran optimieren. Schließlich bieten Modelluntersuchungen die Möglichkeit, Lücken in der flächendeckenden Erfassung meteorologischer Daten zu schließen und z.B. Ausbreitungsstatistiken auf andere Standorte zu übertragen oder synthetische Windstatistiken zu erstellen.