Immissionen

Ausbreitungsrechnungen mit numerischen Simulationsmodellen oder physikalischen Modellen (Windkanal) sind wichtige Hilfsmittel in immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren sowie in der Stadt- und Regionalplanung.

Im Rahmen von Genehmigungsverfahren für Anlagen ist anhand von Ausbreitungsrechnungen nach TA Luft nachzuweisen, dass von der Anlage keine schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen ausgehen werden. Soweit die Umwelteinwirkungen von nicht genehmigungsbedürftigen Anlagen zu beurteilen sind, ist ebenfalls nach den Vorschriften der TA Luft zu verfahren.

In der Planungsphase geben Ausbreitungsrechnungen für Anlagen, die Schadstoffe oder Gerüche freisetzen, Aufschluss darüber, wie sich die Immissionssituation aufgrund neuer oder geänderter Emissionen ändern wird. Aber auch dann, wenn von geplanten Baumaßnahmen keine zusätzlichen Emissionen ausgehen, kann sich die Luftqualität z.B. dadurch verschlechtern, dass die Durchlüftung eines Gebietes eingeschränkt wird. Durch kombinierte Strömungs- und Ausbreitungsrechnungen läßt sich bereits im Vorfeld abschätzen, wie sich die Windfelder im Baugebiet ändern und auf die bestehenden Schadstoffkonzentrationen auswirken werden.

Ausbreitungsrechnungen ermöglichen auch den Ist-Zustand der Luftbelastung mit Schadstoffen zu analysieren und den Anteil bestimmter Einzelemittenten oder Emittentengruppen daran abzuschätzen. Ursachen hoher Luftbelastung können anhand geeigneter Modellrechnungen analysiert werden. Geplante politische Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität lassen sich bereits im Vorfeld auf ihre voraussichtliche Wirksamkeit untersuchen und daraus Prioritäten ableiten.